Behinderung & Beruf
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Kostenträger, verschiedene

Bei der Förderung von sozialversicherungspflichtig beschäftigten schwerbehinderten und gleichgestellten behinderten Menschen bestehen verschiedene Zuständigkeiten. Je nach persönlicher und beruflicher Situation sind ein Rehabilitationsträger und/oder das Integrationsamt der richtige Ansprechpartner.

Die Berufsgenossenschaft/gesetzliche Unfallversicherung ist immer zuständig für Maßnahmen, die im Zusammenhang mit einem Arbeitsunfall oder einer anerkannten Berufskrankheit stehen.
Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.dguv.de

Der Rentenversicherungsträger ist zuständig, wenn ein schwerbehinderter Arbeitnehmer die Mindestversicherungszeit (15 Jahre) vorweisen kann und die Maßnahme aufgrund einer akuten Erkrankung oder eines Unfalls (nicht Arbeits- oder Wegeunfall) zur Arbeitsplatzsicherung erforderlich ist.
Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.deutsche-rentenversicherung.de

Die Agentur für Arbeit ist zuständig, wenn die Mindestversicherungszeit (15 Jahre) für die Zuständigkeit des Rentenversicherungsträgers bei akuten gesundheitlichen Problemen noch nicht erfüllt ist oder es sich um Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung von schwerbehinderten Menschen handelt bzw. zur Sicherung der Eingliederung bei drohendem Verlust des Arbeitsplatzes aus anderen als gesundheitlichen Gründen. Die Fördermaßnahmen der Agentur für Arbeit sind grundsätzlich arbeitsmarktbezogen. Sie sollen die Chancen des Einzelnen verbessern, einen festen Arbeitsplatz zu erhalten.
Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.arbeitsagentur.de

Die Jobcenter sind eine gemeinsame Einrichtung der Bundesagentur für Arbeit und eines kommunalen Trägers oder eine Einrichtung eines Kreises oder einer kreisfreien Stadt. Sie betreuen alle Arbeitslosengeld-II-Bezieher. 

Das Integrationsamt ist der richtige Ansprechpartner, wenn es nicht um eine Maßnahme in unmittelbarem Zusammenhang mit einer akuten gesundheitlichen Beeinträchtigung geht, sondern um betriebsbedingte Maßnahmen aufgrund von technischer Weiterentwicklung, Verbesserung der Beschäftigungsbedingungen, betrieblichen Innovationen sowie Veränderungen des betrieblichen Umfelds. Daneben kann auch bei einem Arbeitgeberwechsel auf Initiative eines schwerbehinderten Menschen der Arbeitsplatz aus behinderungsunabhängigen Gründen oder aufgrund von unternehmerischen Entscheidungen (Insolvenzen, Betriebsstilllegungen) gefördert werden.

Darüber hinaus leistet der Rehabilitationsträger nicht bei Beamten und Selbstständigen, wenn diese nicht freiwillig rentenversichert und die entsprechenden Anwartschaften erfüllt sind. Auch hier ist das Integrationsamt zuständig.

Die Leistungsgewährung durch einen Rehabilitationsträger bezieht sich immer auf die einzelne Person. Bei Maßnahmen zugunsten von mehreren schwerbehinderten und/oder gleichgestellten behinderten Menschen besteht keine Verpflichtung des Rehabilitationsträgers zu einer Leistung. Auch hier ist das Integrationsamt zuständig.
Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.integrationsaemter.de/kontakt