Behinderung & Beruf
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Integrationsamt

Das Integrationsamt ist als Behörde für Aufgaben nach dem Schwerbehindertenrecht (Teil 3 SGB IX) zuständig. In Bayern und Nordrhein-Westfalen werden die Aufgaben des Integrationsamtes vom Inklusionsamt wahrgenommen.

Die Aufgaben des Integrationsamtes umfassen nach § 102 SGB IX:

  • Leistungen an schwerbehinderte Menschen und ihre Arbeitgeber (vgl. Begleitende Hilfe im Arbeitsleben)
  • den besonderen Kündigungsschutz für schwerbehinderte Menschen
  • Seminare und Öffentlichkeitsarbeit
  • die Erhebung und Verwendung der Ausgleichsabgabe

Die Leistungen des Integrationsamtes – persönlicher und materieller Art – stellen eine individuelle, auf die besonderen Anforderungen des Arbeitsplatzes und die besonderen Bedarfe des behinderten Menschen abgestellte Ergänzung zu den Leistungen der Rehabilitationsträger dar.

Das Integrationsamt ist selbst kein Rehabilitationsträger. Deshalb sind bei der Zuständigkeitsklärung nach § 14–16 SGB IX spezifische Regelungen zu beachten (§ 185 Abs.6 SGB IX).

Das Integrationsamt arbeitet eng zusammen mit den Rehabilitationsträgern, den Arbeitgebern, Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften und Behindertenverbänden. Für das betriebliche Integrationsteam ist es Ratgeber und Partner.

Die Integrationsämter sind in den einzelnen Bundesländern kommunal oder staatlich organisiert (Anschriften unter Kontakt). Die Länder sind ermächtigt, einzelne Aufgaben der Integrationsämter nach dem Schwerbehindertenrecht (Teil 3 SGB IX) auf örtliche Fürsorgestellen/Fachstelle für behinderte Menschen zu übertragen (§ 190 Abs.2 SGB IX).