Behinderung & Beruf
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Infobox

Art der Leistung?
Finanzielle Leistung
Für wen relevant?
Arbeitgeber
Für welche Situation?
  • Beschäftigung
  • Wiedereingliederung
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Beschäftigungssicherung

Arbeitgeber können beim Integrationsamt einen Beschäftigungssicherungszuschuss beantragen, wenn die Arbeitsleistung eines schwerbehinderten Mitarbeiters behinderungsbedingt erheblich unter dem Durchschnitt vergleichbarer Arbeitnehmer im Betrieb liegt.

Beispiele für behinderungsbedingte Einschränkung sind z.B.:

  • Erheblich verlangsamte Arbeitsweise oder Bewegungsabläufe
  • Zusätzliche Pausen und Ruhezeiten
  • Umständlicheres Arbeiten
  • Persönliche (nicht betrieblich veranlasste) Arbeitsunterbrechungen
  • Überdurchschnittlich hohe Fehlerquote

Vor einer Förderung müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft sein, den schwerbehinderten Menschen z.B. durch behinderungsgerechte Arbeitsplatzgestaltung oder berufliche Weiterbildung zu befähigen, eine seinem Arbeitsentgelt entsprechende Arbeitsleistung zu erbringen.

Voraussetzungen für die Förderung sind, dass der schwerbehinderte Beschäftigte tariflich, branchen- oder ortsüblich entlohnt wird und seine Leistungseinschränkung mindestens 30 und höchstens 50 Prozent geringer ist als die Arbeitsleistung eines anderen Beschäftigten in vergleichbarer Tätigkeit.

Die Höhe des Zuschusses ist gestaffelt nach dem Umfang der Leistungseinschränkung, der Beschäftigungsquote schwerbehinderter Menschen und dem monatlichen Bruttoarbeitslohn des schwerbehinderten Beschäftigten. Die finanzielle Unterstützung wird maximal für 2 Jahre gewährt.

Der Zuschuss kann auf Antrag weiterbewilligt werden. Eine Reduzierung des Zuschusses bei Weiterbewilligungen wird geprüft. Änderungen, z.B. beim Umfang der Leistungseinschränkung oder beim Lohn/Gehalt, werden erst bei einer Weiterbewilligung berücksichtigt. Die Mittel werden auch bei Abwesenheit des schwerbehinderten Menschen erbracht, solange der Arbeitgeber Lohn-/Gehalt zahlt.