Behinderung & Beruf
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Art der Leistung?
Finanzielle Leistung
Für wen relevant?
Arbeitnehmer Arbeitgeber
Für welche Situation?
  • Beschäftigung
  • Einstellung
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Budget für Arbeit

Das Budget für Arbeit richtet sich an Menschen mit Behinderungen, die einen Anspruch auf Leistungen im Arbeitsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) haben und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten möchten. Findet eine Person, die vorher in einer WfbM beschäftigt war, eine sozialversicherungspflichtige und tariflich, branchen- oder ortsüblich entlohnte Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, kann sie ein Budget für Arbeit erhalten. Das Budget wird als Lohnkostenzuschuss an den Arbeitgeber gezahlt. Zusätzlich werden die Kosten für die – soweit erforderlich – Unterstützung und Begleitung am Arbeitsplatz übernommen.

Der Lohnkostenzuschuss beträgt bis zu 75 Prozent des vom Arbeitgeber regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts. Die Höhe des Zuschusses ist begrenzt auf maximal 40 Prozent der monatlichen Bezugsgröße nach § 18 Abs. 1 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch (aktuell – 01.01.2019 – rund 1.250 Euro).

Es besteht Sozialversicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung, der gesetzlichen Krankenversicherung und in der sozialen Pflegeversicherung, aber nicht in der Arbeitslosenversicherung. Es besteht ein gesetzlicher Rückkehranspruch auf ein Beschäftigungsverhältnis in einer Werkstatt für behinderte Menschen.

Das Budget für Arbeit ist eine Leistung der Eingliederungshilfe und wird vom örtlich oder überörtlich zuständigen Leistungsträger bewilligt und gezahlt. In einigen Bundesländern bestehen (befristete) Sonderprogramme, mit denen das Budget für Arbeit auch einem größeren Personenkreis angeboten wird.