Behinderung & Beruf
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Infobox

Art der Leistung?
Finanzielle Leistung
Für wen relevant?
Arbeitgeber
Für welche Situation?
  • Beschäftigung
  • Wiedereingliederung
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Personelle Unterstützung

Benötigt ein schwerbehinderter Arbeitnehmer behinderungsbedingt zur Erledigung seiner arbeitsvertraglichen Aufgaben die Unterstützung von Kollegen, entstehen dem Arbeitgeber durch den Arbeitsausfall des unterstützenden Kollegen zusätzliche finanzielle Belastungen. Um diese auszugleichen, kann er einen Zuschuss beim Integrationsamt beantragen.

Vorher müssen alle Möglichkeiten ausgeschöpft sein, den schwerbehinderten Menschen z.B. durch behinderungsgerechte Arbeitsplatzgestaltung oder berufliche Weiterbildung zu befähigen, ohne fremde Hilfe zu arbeiten.

Voraussetzung für die Förderung ist, dass der schwerbehinderte Beschäftigte tariflich, branchen- oder ortsüblich entlohnt wird. Außerdem darf der Umfang der kollegialen Unterstützung die Hälfte der arbeitsvertraglichen Arbeitszeit nicht übersteigen.

Die Höhe des Zuschusses ist gestaffelt nach dem Umfang der personellen Unterstützung (ab mindestens einer Stunde und maximal 3 Jahre), der Beschäftigungsquote und dem monatlichen Bruttoarbeitslohn des unterstützenden Kollegen.

Die finanzielle Unterstützung wird maximal für 2 Jahre gewährt.

Der Zuschuss kann auf Antrag weiterbewilligt werden. Dann wird eine Reduzierung des Zuschusses geprüft, insbesondere, wenn der Arbeitgeber seine Beschäftigungspflicht nicht erfüllt. Änderungen, z.B. beim Umfang der Unterstützungsleistung oder dem Lohn/Gehalt des unterstützenden Kollegen, werden erst bei einer Weiterbewilligung berücksichtigt. Die Mittel werden auch bei Abwesenheit des schwerbehinderten Menschen erbracht, solange der Arbeitgeber Lohn/Gehalt zahlt.